Der Gesellschaft einen teuren Spiegel vorzuhalten und mit einem Lächeln Kritik zu üben, ist laut Dávid Paška ein Privileg und zugleich eine Pflicht. An das Theater geht er nicht nur als Erfüllung eines Spielplans heran.
"Ihr Leben gehört auch mir" – diesen Satz findet man sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite des Programmhefts zur Inszenierung Wie man ein anderer wird, deren Autor nicht nur der zeitgenössische französische Schriftsteller Édouard Louis ist, sondern ebenso maßgeblich der siebenundzwanzigjährige slowakische Regisseur, Dramatiker und...
Das Ende der Spielzeit 2025/2026 brachte an den Bratislavaer Theatern mehrere markante Premieren hervor, die mit unterschiedlichen Poetiken auf gesellschaftliche Spannungen, Macht, Gewalt und die Fragilität zwischenmenschlicher Beziehungen reagieren. Die Inszenierung Der Kaufmann von Venedig/Mauser in der Regie von Dávid Paška verbindet...
Bereits zum dritten Mal haben Werke des französischen Schriftstellers Édouard Louis ihren Weg auf tschechische beziehungsweise Prager Bühnen gefunden. Nach den Adaptionen der gleichnamigen Romane in den Inszenierungen Wer hat meinen Vater umgebracht, die Jakub Čermák mit dem Ensemble Depresivní děti touží po penězích präsentierte, und Im Herzen der...
advojka.cz // Rezension // Hallencourt schlägt zurück (Eine Theateradaption von Édouard Louis)
Autor: Štěpán Truhlařík // 10. 6. 2026
"Warum zum Teufel duschst du so lange?", schreit eine wütende Fünfzigjährige in einem schmuddeligen T-Shirt einen attraktiven, hageren Twink an. Wassertropfen besprenkeln die Bühne und sickern langsam durch seine blonden Haare und das riesige orangefarbene T-Shirt mit der Aufschrift "NOT MOM'S FAVORITE". Der Vater trinkt vor dem Fernseher Pastis,...
Rezension von: Divadelní noviny
Die Texte von Elfriede Jelinek erscheinen auf slowakischen Bühnen nur äußerst selten. Bislang wurde die Literaturnobelpreisträgerin in der Slowakei lediglich ein einziges Mal inszeniert – im Jahr 2013 am Slowakischen Nationaltheater, und dies ohne größere Resonanz. Umso mehr verdient die aktuelle Aufführung ihres Textes in der Regie von Dávid Paška...
Sie leben bei ihren Eltern, obwohl sie bereits arbeiten – weil sie nirgendwo hingehen können. Zu Hause gibt es nichts und niemanden, der ihnen Hoffnung auf ein besseres Leben gäbe. Und draußen auch nicht. Der Welt ist es völlig gleichgültig, was aus ihnen wird. Also treiben sie umher, suchen Zuflucht in hemmungslosem Sex und in Gewalt. Sie leiden –...
Autorin des Textes: Soňa Jánošová // Reporterin der Tageszeitung SME









