SME // Im besseren Fall wird Ihnen unbehaglich sein, im schlechteren verlassen Sie angewidert den Saal. Die Inszenierung „Saved“ sollte jedoch von möglichst vielen Menschen gesehen werden.

24.02.2026

Autorin des Textes: Soňa Jánošová // Reporterin der Tageszeitung SME

Sie war beleidigt und wütend. So sehr, dass sie den Kinderwagen mitten im Park stehen ließ, damit er sich um das Kind kümmere. Doch die Gruppe, die ihn begleitete, hatte längst jede Empathie verloren. "Eine Prügelei tut ihnen gut. Ich habe das irgendwo gelesen", sagt einer. "Darf ich ihn anpinkeln?", fragt ein anderer.

Was folgt, ist schmerzhaft – auch für Zuschauerinnen und Zuschauer, die einiges aushalten.

Dabei handelt es sich nicht um einen zeitgenössischen Text, sondern um das Stück "Saved" des britischen Dramatikers Edward Bond. Seit seiner Premiere in den 1960er-Jahren löst es Diskussionen aus und zählt bis heute zu den bedeutendsten und zugleich kontroversesten Ereignissen in der Geschichte des britischen Theaters.

Gerade diesen Text bringt das Divadlo Aréna als erste Inszenierung der anspruchsvollen Spielzeit 2025/2026 auf die Bühne.

Regisseur Dávid Paška versucht auch das slowakische Publikum nicht zu schonen und präsentiert in einer Zeit, in der vom Theater Wohlgefühl, Entspannung und Eleganz erwartet werden, rohe Bilder von Armut im weitesten Sinne.

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